3 months since last update. so lang kam mir das garnicht vor. da sieht man mal wieder wie unglaublich kurz meine aufmerksamkeits/interessens-spanne ist. grade mal einen monat kontinuierlich web-updates liefern und dann schlagartig das gespannte publikum im stich lassen…
bitte nehmt meine aufrichtige entschuldigung zur kenntnis.
dann will ich mal versuchen ein wenig zusammenzufassen. seit august bin ich knappe 5000 kilometer weiter gereist. 2600 davon in ziemlich genau 36 stunden. aber ich greife vor.
nach exmouth ging es relativ holprig – neun platte reifen in neun tagen – in richtung karijini national park weiter. davon gibts auch videos. habe auch schonmal versucht, die online zu stellen, aber leider erfolglos. liegen aber hier noch auf der kleinen festplatte und kriegen sicher auch nochmal die chance im web verewigt zu werden.
abgesehen von den platten reifen war der nationalpark wohl eine der größten attraktionen bisher. ich erkenne ja mehr und mehr den camper in mir. in der natur unterwegs zu sein, von relativ wenig menschen umgeben scheint mir mehr zu liegen als bisher angenommen. also doch einsiedler und einsamer wolf
inklusive berge und schluchten klettern und durch flüsse waten.
nächster zwischenstopp war dann broome. kurz und interessant inklusive reisepartnerwechsel. auch das stellt sich seit exmouth – meinem australischen waterloo – deutlich unkomplizierter dar. für die strecke broome – darwin waren dann insgesamt neun tage nötig. hier hätte ich allerding gut und gerne die doppelte zeit in anspruch nehmen können. jede menge plätze, die eine intensivere begutachtung verdient haben: Woolfe Creek, Bungle Bungle, die komplette Gibb River Road inklusive El Questro! Aber besonders letzteres könnte mich gut nochmal einen Flug in den Westen kosten. Das war einfach zu gut. Heisse Quellen, kalte Wasserfälle und das alles in tropischer Urwald-Umgebung. Lieblich.
Aber meine Fahrerinnen hatten Jobs anzutreten und Internetze zu browsen und so war das Vergnügen nur von begrenzter Dauer und wir schon bald wieder auf dem Weg in Richtung Zivilisation. Ein weiterer platter (um nicht zu sagen komplett in seine einzelteile pulverisierter) Reifen konnte uns nicht lange aufhalten und nach groben neun Tagen dann also die ankunft in Darwin. Hier heisst alles “Top-End”. Nicht ganz ohne Grund, wie ein Blick auf die Landkarte schnell kenntlich macht.
Ein Hostel ward schnell gefunden und sollte für die nächsten sechs Wochen Heimat und Quell unglaublicher Ereignisse sein.
Hier habe ich dann ein wenig gearbeitet (Clubs, Frachter, Konzertbühnen) mir Knöchel verstaucht und Jakoozies bei der Schaumberg-Produktion beobachtet. Da ich hier aber nur eine kurze Zusammenfassung (der Uhrzeit entsprechend) abliefern will, hoffe ich für mich und euch, dass ich es schaffe, meine faulen tipp-fingerchen zu einem späteren zeitpunkt davon überzeugen zu können, die näheren Umstände preis zu geben.
sechs wochen später kam dann der spontanentscheid, die übergangsherberge zu verlassen und mich mit fünf gefährten gen cairns aufzumachen. 36 stunden auf australischen outbackstraßen inklusive fluss-durchquerungen und diversen tieren, die unsere vorbeifahrt nicht überlebt haben – ich kann euch sagen – es war ein wilder ritt.
und immer wieder weiss dieser kontinent mit szenischen natur- und klimawechseln zu überraschen. vor der ankunft in der küstenstadt hat man plötzlich den eindruck, sich in irland zu befinden. saftig grüne hügellandschaften mit gescheckten kühen hier und da. eine frische brise umweht die verschwitzten nasen der gefährten im 4×4. und dann gehts über die great dividing range hinab ins tropische küstental. und da wird dann der hoodie wieder abgelegt und die schweissschicht erneuert.
und da bin ich jetzt also. wohne ruhig im sharehouse um der hektik und dem gewusel der hostels ein wenig zu entfliehen. suche nach einem job und finde keinen. jede menge zeit eigentlich, neue blogposts zu schreiben. nunja. zwei wochen gebe ich mir noch. wenn bis dahin nichts passiert in richtung “geld aufs konto” dann werde ich mich wohl wieder ins outback begeben. dann allerdings nicht zum campen, sondern in ein abgelegenes roadhouse zum trucker bewirten. bis dahin dann bestimmt auch noch das ein oder andere update inklusive filmischer rückblicke und details zu den verpassten drei (kanns immer noch nicht glauben) monaten.
2:42:22 AM
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